Home ... Aktuelles ... Pressemitteilungen ... Archiv bis 2009 ... 28.05.2009: Städtischer Anzeiger
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Aktion zum Klimaschutz mit Bussen und Bahnen, Prominente nehmen am Weltumwelttag den Schalthebel in die Hand
Anlässlich des Weltumwelttages am 5. Juni unterstützt die Hansestadt Rostock eine im Vorjahr begonnene Kampagne der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) zum Klimaschutz. Um 10 Uhr wird auf dem RSAG- Betriebshof. eine farblich neu gestaltete Bahn eingeweiht, die für ein *gutes Klima“ im normalen Linienverkehr fahren wird, teilt das Amt für Umweltschutz mit. Auch in diesem Jahr werden wieder Prominente aus Politik und Wirtschaft, darunter Oberbürgermeister Roland Methling, den Schalthebel der Klimabahn selbst in die Hand nehmen. Zum Talk in der Straßenbahn und zur anschließenden Podiumsdiskussion mit Vorträgen bei tv.rostock in der Nobelstraße 50 a/b haben sich Persönlichkeiten, denen der Umwelt- und Klimaschutz in der Hansestadt Rostock am Herzen liegt, angesagt.
Seit 1998 ist das Rostocker Straßenbahnnetz von 22 auf 35 Kilometer ausgebaut worden. Vier Stadtteile wurden zusätzlich angeschlossen. Über 80 Prozent der Rostocker leben im Einzugsgebiet von Straßenbahnen. Im letzten Jahr fuhren zirka 40 Millionen Fahrgäste mit Bussen und Bahnen der RSAG. Seit 1998 sind viele Rostocker und Pendler vom Auto auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen. Dies machte einen Zuwachs von fünf Millionen Fahrgästen aus. Die Investitionen zahlen sich auch für das Klima aus. 400 Tonnen Kohlendioxid werden jährlich durch den Einsatz von strombetriebenen Straßenbahnen und die Halbierung der Busflotte eingespart. Lärm, Feinstaub und Abgas-Emission konnten ebenfalls reduziert werden - trotz einer Steigerung der Beförderungsleistung.
Die Rostocker Bürgerschaft hatte 1992 einen Beschluss zur *Generellen Förderung und Bevorrechtigung des ÖPNV“ gefasst. Seitdem wird der Umweltverbund gefördert. Stadtverwaltung und RSAG arbeiten unter anderem gemeinsam an der Umsetzung der ÖPNV-Bevorrechtigung. Im Umweltverbund mit dem Verkehrsmittel Fahrrad, mit Anbietern des Car-sharings und auch über Park & Ride- Angebote lassen sich weitere Fahrgäste zum Einsteigen in den ÖPNV bewegen.
Die im Netz der RSAG eingesetzten Niederflurstraßenbahnen verfügen über generatorische Bremsen, so dass jeder Bremsvorgang immer auch mit Energierückgewinnung verbunden ist. Seit dem Jahr 2003 modernisiert die RSAG die teilweise noch aus den 80er Jahren stammenden Bahnstromversorgungsanlagen im Altnetz.
Heute werden 63 Busse bei der RSAG eingesetzt - alle mit Diesel angetrieben und einem Verbrauch von 35 bis 40 Litern. 58 Busse sind mit Rußpartikelfilter ausgestattet, zwölf Busse erfüllen die freiwillige Abgasnorm EEV, die neuen Busse - in 2009/2010 insgesamt acht Busse - erfüllen auch die Abgasnorm EEV, die diese Fahrzeuge als besonders umweltfreundliche Fahrzeuge klassifiziert. Bis zum Jahr 2011 werden alle Busse mit Rußpartikelfilter ausgerüstet sein. Dies entspricht einer Vereinbarung mit der Hansestadt Rostock.
Rostock besitzt schon heute eine der modernsten und leistungsstärksten Nahverkehrsflotten Deutschlands. Deutschlandweit unterhalten nur 60 Städte ein klimafreundliches Straßenbahnnetz Damit leistet das Verkehrsunternehmen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Luft- und Lebensqualität sowie zur Halbierung der Kohlendioxid-Emissionen, die Rostock bis 2010 anstrebt.
Zum Vergleich: Der Kohlendioxid-Ausstoß pro Person eines durchschnittlich besetzten Mittelklasse-Pkw beträgt 155 Gramm, der eines Gelenkbusses nur 50 Gramm und der einer Straßenbahn gar nur 29 Gramm je Fahrgast. Gute Gründe umzusteigen oder das Auto ab und zu stehen zu lassen.