Home ... Aktuelles ... Pressemitteilungen ... Archiv 2011 ... 14.11.2011: Freie Fahrt auf der neuen Straßenbrücke
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Am Montag, den 14. November 2011 erfolgten die feierliche Verkehrsfreigabe der neuen Straßenbrücke und die offizielle Einweihung des neuen Fußgängertunnels.
Am ÖPNV-Verknüpfungspunkt in Rostock-Warenmünde ist ein wichtiges Etappenziel vollendet:
Am Montag, den 14. November 2011 erfolgten die feierliche Verkehrsfreigabe der neuen Straßenbrücke und die offizielle Einweihung des neuen Fußgängertunnels.
Zur feierlichen Übergabe waren der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Till Backhaus, die Staatssekretärin im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Ina-Maria Ulbrich, Oberbürgermeister Roland Methling, die RSAG-Vorstände Wilfried Eisenberg und Jochen Bruhn, der Leiter Vertrieb und Fahrplan der DB Netz AG, Arvis Kämmerer, Heinz Wessels als Niederlassungsleiter Rostock der STRABAG AG und Nils Heienbrock als Niederlassungsleiter Rostock der Ed. Züblin AG anwesend.
RSAG-Vorstand Wilfried Eisenberg bedankte sich im Rahmen einer Festveranstaltung bei den Projektpartnern und Baufirmen für die bisher geleistete Arbeit: „Dieses Bauvorhaben ist ein Meilenstein für die Infrastruktur in Rostock-Warnemünde. Wir sind uns sicher, dass wir mit unseren Partnern gut ans Ziel kommen.“
Die eigentliche Verkehrsfreigabe der neuen Straßenbrücke für den Autoverkehr erfolgte gegen 17:00 Uhr. Zeitgleich wurde der alte Bahnübergang in der Alten Bahnhofsstraße für den Autoverkehr geschlossen. Fußgänger können den alten Bahnübergang noch bis zum 19. November 2011 nutzen. Danach ist der Bahnübergang komplett geschlossen.
Ebenfalls am 14. November 2011 erfolgte die offizielle Einweihung des neuen Fußgängertunnels. Dieser ist seit dem 19. September 2011 provisorisch freigegeben und kann nun über die barrierefreien Rampen genutzt werden.
Verantwortlich für den Bau der Straßenbrücke ist das Bauunternehmen STRABAG AG. Die Breite der Straßenbrücke beträgt 11,50 Meter, so dass auch Schiffspropeller und andere Großbauteile der Zulieferindustrie an den Werftenstandort Warnemünde transportiert werden können. Die Brücke ist mit einer Tragfähigkeit von 250 Tonnen für den Schwerlastverkehr ausgelegt.
Zur Formung der Böschungen wurde eine neue, spezielle Bauart für Stützwände von Rampen dieser Dimension errichtet. Diese „Bewehrte Erde“ bietet eine besondere Festigkeit bei höchstmöglichem Böschungswinkel.
Die Sichtflächen erscheinen in Naturstein, was architektonisch sehr gut in die natürliche Umgebung am Eingangstor zum Seebad Warnemünde passt. Durch diese Bauweise war es möglich, die Rampe in einem Winkel von 83 Grad zu bauen, also fast senkrecht.
Die neue Straße zur Brücke zweigt von der Stadtautobahn an einem neu errichteten ampelsignalisierten Verkehrsknoten ab. Diese Straße wird als Kreisstraße K43 gewidmet und heißt zukünftig „Karl- F.- Kerner-Straße“.
Die östliche Brückenrampe mündet in die Werftallee. An dieser Rampe wurden 10 Nistkästen für Fledermäuse angebracht, die hier ihr natürliches Zuhause haben.
Die Werftallee wurde bereits in 2010 vom südlichen Bauanfang bis zum Haupteingang der Nordic Yards als Flutschutzdeich ausgebaut und im November 2010 für den Verkehr freigegeben. Derzeit wird die Werftallee im nördlichen Baufeld entlang der Kreuzfahrtliegeplätze 8/9 zum Sturmflutschutzdeich ausgebaut. Während der Kreuzfahrtsaison 2011 ruhten die Arbeiten in diesem Bereich, um eine ungehinderte Logistik für die Schiffe zu gewährleisten. Im Oktober 2011 wurden die Arbeiten an der Stützwand und an der Straße wieder aufgenommen.
Eine Hochwasserschutzwand führt hier vom Werfteingang bis zur Mittelmole. Auf Höhe der Hochwasserschutzwand wird die neue Werftallee verlaufen. Die verbleibenden Bauarbeiten erfolgen bei laufendem Verkehr. Die Autos werden dabei wechselseitig an der Baustelle vorbeigeführt.
Mit Inbetriebnahme der Straßenbrücke wird dieser Abschnitt der Werftallee nun für den Durchgangsverkehr freigegeben. Während aller Bauphasen war und ist die Verbindung Groß Klein – Mittelmole für Radfahrer und Fußgänger auf teils provisorischen Wegen passierbar.
Der Bau des neuen Fußgängertunnels wurde durch das Bauunternehmen Ed. Züblin AG realisiert.
Bereits seit dem 19. September 2011 ist der neue Fußgängertunnel provisorisch für die Fußgänger freigegeben, um von der Lortzingstraße zur Werftallee zu gelangen. Bis auf erforderliche Restarbeiten ist der Fußgängertunnel komplett fertiggestellt. Statt der vielen Treppen können mobilitätseingeschränkte Bürger nun barrierefrei in bzw. durch den Tunnel gelangen. Der gesamte Tunnel ist gut ausgeleuchtet und bietet durch die komplette Überdachung Schutz vor Regen und Wind.
Der Fußgängertunnel hat eine Länge von 40 Metern, ist 6 Meter breit und 2,50 Meter hoch. Allein für den Bodenaushub wurden ca. 12.000 Kubikmeter Erdreich bewegt. Für den Tunnel wurden letztlich ca. 3.500 Kubikmeter Stahlbeton und ca. 530 Tonnen Bewehrungseisen verbaut.
Über dem Tunnel laufen die Arbeiten an den Gleisanlagen. Das nordführende S-Bahngleis sowie die neue Fahrleitungs- und Leit-/Signaltechnik werden bis 19. November 2011 fertiggestellt.
In einem weiteren Bauabschnitt wird nun der westliche Bahnsteig (Lortzingstraße) über dem Tunnelbauwerk verlängert. Dies ist planmäßig erst mit Fertigstellung des Fußgängertunnels möglich.
Die für den Bau des Tunnels vorübergehend eingebaute Gleisbrücke, also eine Gleisanlage über der Tunnelbaustelle, wird am 20. November 2011 ausgebaut und durch ein reguläres (endgültiges) Gleis im Schotterbett ersetzt.
Die neue Umsteigeanlage für Busse der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) und der Regionalverkehr Küste GmbH (RvK) mit Anbindung an den Haltepunkt der S-Bahn, Taxistand, P+R-Stellplätze, eine Fahrradabstellanlage und die Grünanlagen werden im Frühjahr 2012 - pünktlich zur neuen Kreuzfahrtsaison - fertig gestellt.
Der Ausbau des Verkehrsknotenpunktes Warnemünde hat einen Gesamtwertumfang von ca. 21 Mio. Euro. Davon wurden bisher fast 15 Mio. Euro verbaut. Die beteiligten Partner sind der Bund, das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Deutsche Bahn AG, das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) und die Hansestadt Rostock. Die Rostocker Straßenbahn AG wurde von der Hansestadt Rostock mit der Umsetzung als Maßnahmeträger beauftragt.
Bund und Land fördern die Maßnahme mit über 10 Mio. Euro. Die DB AG investiert 6,3 Mio. Euro. Die Hansestadt Rostock beteiligt sich mit einem Eigenanteil von 2,5 Mio. Euro, der Anteil des STALUMM beträgt 2,35 Mio. Euro.