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19.03.2010: Erster Spatenstich für den ÖPNV-Verknüpfungspunkt in Warnemünde

Am 19. März 2010 wurde mit einem Ersten Spatenstich das Startsignal zum Bau des neuen Verkehrsknotenpunktes in Warnemünde gegeben.

Am 19. März 2010 wurde mit einem Ersten Spatenstich das Startsignal zum Bau des neuen Verkehrsknotenpunktes in Warnemünde gegeben. Roland Methling, Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock, Volker Schlotmann, Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung , Dr. Till Backhaus , Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Ingulf Leuschel, Konzernbeauftragter der DB AG sowie die Vorstände der Rostocker Straßenbahn AG Jochen Bruhn und Wilfried Eisenberg nahmen gemeinsam diesen feierlichen Akt vor.

Moderner Verkehrsknotenpunkt: Schrankenlos, bequem und sicher zur Mittelmole

Damit beginnt nach sorgfältiger Planung und Abstimmung der Ausbau des Areals Warnemünde Werft zu einem modernen Verkehrsknotenpunkt auf drei Ebenen für den Eisenbahn-, Auto – und Radverkehr sowie den Öffentlichen Personennahverkehr.

Eine Straßenbrücke überspannt künftig die Bahngleise und sichert freie, schrankenlose Fahrt für Autos und Radfahrer z.B. zum Passagierkai, der Mittelmole oder nach Groß Klein. Mit Inbetriebnahme dieser Brücke wird der Bahnübergang in der Alten Bahnhofstraße geschlossen. Der S-Bahnhof Warnemünde Werft wird umgebaut. Der Bahnsteig Richtung Rostock rückt an die künftige Wendeschleife für Busse heran. Hier halten dann die RSAG –Busse der Linien 36, 37, F1 und des Regionalverkehres. Ein Fußgängertunnel ersetzt die alte Fußgängerbrücke, der die Werftallee mit den Bahnsteigen und der neuen Umsteigeanlage verbindet. Hier befinden sich außerdem ein Taxistand, P+R- Plätze, eine Fahrradabstellanlage und öffentliche Toiletten.

Die Werftallee zwischen Groß Klein und Passagierkai Warnemünde wird zu einem Sturmflutschutz ausgebaut.

Beteiligte Partner sind der Bund, das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Deutsche Bahn AG, das Staatliche Amt für Umwelt und Natur und die Hansestadt Rostock. Die Rostocker Straßenbahn AG wurde von der Hansestadt Rostock mit der Umsetzung als Maßnahmeträger beauftragt. Insgesamt werden 22,3 Mio. Euro in den nächsten zwei Jahren in diesen neuen Verkehrsknoten investiert, Bund und Land fördern die Maßnahme mit über 10 Mio Euro.

Im Frühjahr 2012 wird das Bauwerk fertig gestellt sein.

Partner schnürten Maßnahmepaket

Der ÖPNV-Verknüpfungspunkt ist eines der größten Vorhaben zum Neubau von Verkehrsinfrastruktur in den nächsten Jahren in Rostock. Dringend notwendige Einzelmaßnahmen packten die Projektpartner in ein Maßnahmepaket:

Den Ersatz des Bahnübergangs in der Alten Bahnhofsstraße in Warnemünde durch eine 34 m lange und 6 m hohe Straßenbrücke, den Abriss der Fußgängerbrücke und den Neubau des Fußgängertunnels bringen die DB Netz AG, die Hansestadt Rostock und das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in das Paket ein.

Durch die DB Station und Service AG wird der S-Bahnhof Warnemünde Werft saniert und die Anlage der Bahnsteige neu gestaltet.

Den Umbau der Werftallee als Sturmflutschutz bringt das Staatliche Amt für Umwelt und Natur in die Maßnahme ein.

Die Hansestadt Rostock und die Rostocker Straßenbahn AG gestalten den neuen Verkehrsknotenpunkt in der Lortzingstraße zu einer sicheren und bequemen Umsteigeanlage für den Stadtbus – und Regionalverkehr um.

Vorhabensträger ist die Hansestadt Rostock, Maßnahmeträger die Rostocker Straßenbahn AG.

Mit großen Schritten zum “Nordkreuz“

Die vertraglichen Voraussetzungen sind gegeben. Das Baurecht in Form eines Planfeststellungsbeschlusses besteht seit Sommer 2009. Eine Kreuzungsvereinbarung zwischen der Hansestadt Rostock, der DBAG und dem Bund liegt seit Ende letzten Jahres vor.

Gegenwärtig wird bereits das Baugelände nach Kampfmittelresten aus dem 2. Weltkrieg abgesucht.

Ab 22.03.2010 wird die Werftallee entlang Nordic Yards über eine Länge von 300 m gesperrt. Hier beginnen Arbeiten am künftigen Hochwasserschutz. Damit ist die Werftallee aus beiden Richtungen nur noch für den Fußgänger- und Radverkehr passierbar.

Ende April beginnen die europaweiten Ausschreibungen für die Hauptbauleistungen. Ende August rechnet die RSAG mit dem Beginn der Arbeiten im Straßen- und Gleisbau

Im Frühjahr 2012 soll der der neue Verkehrsknoten, das „Nordkreuz“, fertig sein.

Beste Verbindungen

Nach Fertigstellung stehen Anwohnern und Touristen neue und bequeme Verbindungen zur Verfügung. Ob schrankenlos zum Passagierkai oder direkt vom Bus oder Taxi in die S-Bahn nach Rostock: Fußgänger, Radfahrer, Fahrgäste von Bussen, S-Bahnen und Autofahrer profitieren von der neuen Lösung.

Für Warnemünde ist der Bau des Verknüpfungspunktes nach über 100 Jahren wieder das erste große Infrastrukturbauwerk. 1903 entstanden unter Leitung des Hafenbaudirektors Karl Kerner die Bahnhofsinsel mit dem Eisenbahn-Fähranleger, der Bahnhof, die Bahnhofsbrücke und eine künstliche Mündung der Warnow. Die damals gebaute Infrastruktur ist nun Grundlage für Veränderungen, moderne Infrastruktur für den Tourismus - , Werft- und Hafenstandort Warnemünde zu bauen.

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